Holcim - Indien

MultiWatch (Hrsg.): Zementierte Profite - verwässerte Nachhaltigkeit

100 Jahre im Zementgeschäft. Ein Blick auf den Schweizer Konzern Holcim.

Arbeiterinnen und Arbeiter werden mit Scheinverträgen via Drittfirmen angestellt und verdienen Hungerlöhne, Schornsteine von Zementwerken stossen krebserzeugendes Dioxin aus, Flussumleitungen führen zum Verschwinden eines Trinkwasserreservoirs, Entscheidungen indigener Gemeinschaften gegen die Zerstörung ihres Lebensraums werden missachtet.
Dies sind Realitäten rund um Abbau- und Produktionsstätten des weltweit führenden Zement- und Baustoffkonzerns Holcim, der sich gern als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen präsentiert. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Zementimperiums wirft MultiWatch einen Blick hinter die Kulissen des Konzerns.

hier gibt es den Flyer zum Buch

Holcim Manifest

Mit Ihrer Unterschrift fordern Sie vom Konzern Holcim, dass er sein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und zur sozialen Verantwortung global tatsächlich und nachprüfbar umsetzt.

Unterschreiben Sie hier

Gewerkschaften und NGOs protestieren gegen Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen durch Holcim

Medienmitteilung vom 17. April 2012

Holcim jubiliert - Arbeitnehmende in Indien leiden

Medienmitteilung vom 12. April 2012

Beschwerde gegen Holcim bei der OECD in der Schweiz eingereicht

Holcim präsentiert sich in der Schweiz gern als Vorzeigeunternehmen und behauptet, dass «höchste ethische Standards» («the highest level of ethical standards») eingehalten würden. Doch Holcim setzt die eigenen Versprechen längst nicht überall um: In den indischen Holcim-Zementwerken ACC Limited und Ambuja Cement Limited verletzt der Konzern die Grundrechte von Arbeitern massiv.

Deshalb hat die Gewerkschaft der Leiharbeiter in Indien PCSS am 7. Januar 2012 beim OECD-Kontaktpunkt in der Schweiz Klage gegen das Unternehmen eingereicht.

Mediencommunique der Gewerkschaft Uniadie OECD-Klage im Original

Offener Brief an Herrn Markus Akermann, CEO Holcim Ltd. (15. Juni 2011)

Im indischen Bundesstaat Chhattisgarh befinden sich Arbeiter des Zementunternehmens ACC-Holcim und ihre Familien seit Anfang April in einer unbefristeten Protestaktion. Vor der Fabrik in der Stadt Jamul demonstrieren die Familienangehörigen und UnterstützerInnen mit einem Sitzstreik, die Arbeiter schliessen sich jeweils nach ihrer Schicht dem Protest an. Am 28. April sind 1000 von 1200 Arbeitern zu Hause geblieben und die Produktion im Betrieb war praktisch stillgelegt.

Hintergrund dieser Proteste ist, dass drei Viertel der Arbeiter der Zementfirma zu Hungerlöhnen arbeiten. Statt dass die Arbeiter feste Arbeitsverträge erhalten würden, sind sie als Temporärarbeiter angestellt und erhalten einen Bruchteil des Lohns von Festangestellten.

lesen Sie den offenen Brief an den Holcim CEO (PDF)

Findings of a Trade Union Delegation on Contract Workers (June 16, 2011)

The findings of the delegation are that there are a high number of contract workers in place, permanent workers and contract workers are treated differently for the same work at the same workplace, the company does not fully respect international labour standards and conventions and does not implement the Chhattisgarh High Court order on regularization of contract workers.

read the full report here