Gemeinsam gegen den Faschismus: soziale Bewegungen in Brasilien stärken!

Noch hat der Ende Oktober gewählte rechtsextreme Ex-Militär Jair Bolsonaro das Präsidentenamt nicht angetreten, und doch haben gewalttätige Übergriffe gegen soziale Bewegungen, Indigene, Linke und LGBTIQ-Aktivist*innen in Brasilien zugenommen. In der Nacht vor der Stichwahl griffen Bolsonaro-Anhänger eine Besetzung der Landlosenbewegung MST in Mato Grosso do Sul an, zwei Tage später wurde eine andere MST-Landbesetzung im Bundesstaat Ceará, Zuhause von 150 Familien, niedergebrannt. Dies sind nur zwei Beispiele.
Bolsonaro selbst, der die Militärdiktatur verherrlicht, offen rassistisch, homophob und frauenfeindlich ist und das Land einer neoliberalen Radikalkur unterziehen will, hat angedroht, dass er die Landlosenbewegung MST und die Obdachlosenbewegung MTST – die stärksten sozialen Bewegungen im Land – als terroristische Organisationen erklären lassen will.
Für die sozialen Bewegungen ist klar, dass sie ihre Mobilisierungen verstärken und gemeinsam Widerstand gegen die Angriffe auf grundlegende Rechte und gegen den drohenden Faschismus leisten. Der SOLIFONDS unterstützt aktuell die Landlosenbewegung MST, die gegen die angekündigte Räumung von langjährigen Besetzungen/Siedlungen mobilisiert, ebenso wie die Obdachlosenbewegung MTST.

 

Petition: Schweiz muss sich für grundlegende Menschenrechte, gegen Gewalt und gegen drohenden Faschismus in Brasilien einsetzen!
Mit einer vom SOLIFONDS lancierten und am 12. Dezember 2018 eingereichten Petition fordern 440 Personen, dass sich die Schweiz für grundlegende Menschenrechte, gegen Gewalt und drohenden Faschismus in Brasilien einsetzt.