Es geht ums Leben – nicht um Profite!

«Schiffsabwrackwerft in Gadani wird zum Arbeiterfriedhof» – «Arbeitssicherheit ist ein Recht – kein Privileg!» Mit diesen Slogans protestieren Arbeiter in Pakistan gegen die gefährlichen Arbeitsbedingungen an den Stränden in Gadani, wo ausrangierte Schiffe demontiert werden. Seit November sind dort 32 Arbeiter ums Leben gekommen. Die Schiffsabwracker und ihre Gewerkschaft fordern, dass endlich sichere und gesunde Arbeitsbedingungen garantiert werden müssen. Nicht länger dürfen Unternehmer für Profite das Leben von Arbeitern aufs Spiel setzen. Wenig wert war das Leben von Arbeitern auch in den Minen Südafrikas. Tausende Bergarbeiter sind an Staublunge und Tuberkulose erkrankt und wurden in der Folge entlassen. Nun haben betroffene Mineure eine Massenklage gegen Unternehmen eingereicht und fordern Entschädigung.

Heimarbeiterinnen in Pakistan fordern eine gesunde Arbeitssituation und Existenz sichernde Löhne, migrantische LandarbeiterInnen im südlichen Europa kämpfen gegen die prekären Arbeits- und Lebensbedingungen in der Gemüse- und Früchteproduktion. Alle diese Arbeitsverhältnisse sind von einer Verachtung gegenüber den ArbeiterInnen geprägt und verunmöglichen ihnen ein würdiges Leben.

Gegen die Verachtung des Lebens kämpfen auch soziale Organisationen in Kolumbien. Paramilitärische Gewalt ist dort seit Beginn des Friedensprozesses erschreckend ange- stiegen. Frauen in Kolumbien haben enorm unter dem jahrzehntelangen bewaffneten Konflikt gelitten. Umso wichtiger ist es, dass sie im laufenden Friedensprozess ihre spezifsche Situation und ihre Vorschläge für einen Frieden mit sozialer Gerechtigkeit einbringen können. Dazu gehört auch, eine alternative, solidarische Wirtschaft aufzubauen. Soziale Bewegungen arbeiten bereits daran.

Mit der aktuellen Spendenkampagne unterstützt der SOLIFONDS den Kampf der Frauen und sozialen Bewegungen in Kolumbien um Partizipation sowie der ArbeiterInnen für gute Arbeits- und Lebensbedingungen. Es geht ums Leben – nicht um Profite!

Die Schiffsabwracker am Strand von Gadani arbeiten unter gefährlichen und prekären Bedingungen. Bild: Yvonne Zimmerman

Die Schiffsabwracker am Strand von Gadani arbeiten unter gefährlichen und prekären Bedingungen. Bild: Yvonne Zimmerman

Sandro Covo