Der Klimakrise entgegenwirken – Leben statt Profite

Während der Sommer in Europa von Hitze und Dürre geprägt war, litt Argentinien unter einem äusserst kalten Winter. Die Folgen des Klimawandels sind dort seit Monaten ein zentrales Thema, nicht nur wegen der extremen Wetterphänomene. Die Regierung von Präsident Milei versucht, Gesetzesänderungen zugunsten von Bergbau und Agrarindustrie durchzusetzen – Massnahmen, die das Klima weiter anheizen.

So sah jüngst ein Gesetzesprojekt vor, Bergbau in der Nähe von Gletschern zu erlauben. Da die über 16’000 Gletscher die wichtigste Trinkwasserreserve Argentiniens sind, löste dieser Plan eine riesige Protestbewegung aus. Die Proteste richteten sich auch gegen eine weitere Gesetzesreform, die Landverkauf an ausländische Investoren vereinfacht hätte, beispielsweise für Fracking oder Datenzentren. In diesem Fall hatten die Proteste Erfolg: Umstrittene Passagen wurden gestrichen. Doch die Klimakrise und die Gefährdung von Lebensräumen durch Bergbau, Agrarindustrie und Grossprojekte enden nicht mit diesem Zwischenerfolg. Der aus sozialen Bewegungen hervorgegangene Verlag Chirimbote hat daher eine Kampagne zur Klimakrise gestartet, in deren Zentrum Kinder stehen. Eltern und Lehrkräfte lernen in Workshops, wie sie mit Kindernüber Klima und Umweltschutz sprechen können. Kinder ihrerseits lernen, ihre Visionen zu formulieren.

Um die Verteidigung von Lebensraum geht es auch in Simbabwe. Gemeinschaften droht die Vertreibung für Bergbau – und damit der Verlust ihrer Lebensgrundlagen. Nach einem ersten Erfolg führen sie ihren Widerstand weiter – und bestärken damit andere von Vertreibung bedrohte Gemeinden.

In der aktuellen Unterstützungsaktion des SOLIFONDS geht es ebenfalls um Kämpfe von Arbeiter*innen in gewerkschaftsfeindlicher Umgebung: In den Freihandelszonen in Sri Lanka, wo die Gründung einer Gewerkschaft erst nach jahrzehntelangem Kampf möglich war, gilt es, Frauen in der Gewerkschaftsführung zu stärken. Derweil kämpft in Kamerun die Gewerkschaft der Arbeiter*innen auf Zuckerrohrplantagen für Anerkennung und für Schutz vor Agrargiften. Besonders Frauen bringen dort Pestizide aus – meist ohne Schutzausrüstung – und erkranken dadurch schwer. Der SOLIFONDS unterstützt diese Kämpfe und dankt Ihnen für Ihre Solidarität!

«Keine Lockerung des Gletscherschutzes!» Breite Proteste gingen durch ganz Argentinien.
Foto: Delfina Corbera Pi / ZUMA Press Wire

 
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