Rohstoffausbeutung
Die Ausbeutung von Rohstoffen ist fast immer mit ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und Arbeitskonflikten verbunden. Hinzu kommen Konflikte von Rohstoffunternehmen mit betroffenen Gemeinden. Etwa dann, wenn Gemeinschaften für die Ausdehnung der Rohstoffausbeutung vertrieben werden oder wenn diese zur Verschmutzung des Wassers und der Luft führt. Nicht selten sind auch Konzerne mit Sitz in der Schweiz an solchen Konflikten beteiligt. Deshalb engagiert sich der SOLIFONDS stark in diesem Bereich.
Aktionen zu Rohstoffausbeutung
In Sarawak auf Borneo kämpfen indigene Gemeinschaften seit Jahrzehnten gegen die massive Abholzung des Regenwalds: Während 1960 noch 90 % des Gebiets mit Urwald bedeckt waren, sind es heute nur noch 10 %. Durch Rodungen entstanden großflächige Ölpalmplantagen und Holzmonokulturen. Die Gemeinschaften setzen sich mit Protesten, Kartierungen ihrer Territorien und juristischen Mitteln für den Schutz des Waldes und ihre Landrechte ein. Der Kampf gegen Landraub steht auch in Kamerun und Simbabwe im Zentrum. In Kamerun sind es die Frauen, die diesen Kampf anführen.
Seit eine Glencore-Tochtergesellschaft in Kolumbien überstürzt zwei Kohleminen geschlossen hat, befindet sich eine ganze Region in der Krise. Gleichzeitig sind andere Glencore-Firmen weiterhin im dortigen Kohlegeschäft tätig. Zwei Gewerkschaften wollen nun mit einer Klage geplante Massenentlassungen verhindern – und damit auch die Zerschlagung der Gewerkschaften.
Sie fordern eine gerechte Energiewende, bei der neue, nachhaltige Einkommensquellen geschaffen werden, und die betroffenen Gemeinschaften und Arbeiter*innen miteinbezogen werden.
Medienmitteilungen zum Thema Rohstoffausbeutung
Die Covid-19-Pandemie hat 2020 auch die Arbeit des SOLIFONDS weitgehend geprägt. Soziale Bewegungen im Globalen Süden haben gegen die Pandemie und die Folgen der Eindämmungsmassnahmen mit Selbstorganisation und Solidarität angekämpft. Dabei wurden sie vom SOLIFONDS unterstützt.